Ansteuerung der tanara:

Die tanara ist in erster Linie dafür gedacht, die Leistungsfähigkeit des behold Gentle G192 zu nutzen und in dieser Kombination für höchsten Musikgenuss zu sorgen. Sie lässt sich jedoch auch von anderen Elektroniken ansteuern. Dabei wird es aber Einschränkungen geben und die volle Güte der tanara wird nicht ausgeschöpft werden, weil keine andere Elektronik die dazu erforderlichen Daten, in dem Maße wie der Gentle G192, verarbeiten kann.

Zur Ansteuerung werden pro Kanal immer 2 Leistungsendstufen benötigt (bi-amping). Diese Endstufen müssen immer von einer aktiven Frequenzweiche getrieben werden. Der Baßbereich benötigt den Tiefpaß aus dieser Frequenzweiche bei 211Hz (-6dB) Grenzfrequenz mit einer Mindestflankensteilheit von 36dB/Okt., was in aller Regel kein Problem darstellt. Die Mittel-Hochton-Sektion benötigt den Hochpaß mit ebenfalls 36dB/Okt. Mindestflankensteilheit, auch bei 211Hz (-6dB) Grenzfrequenz. Bei der Ansteuerung der Mittel-Hochton-Sektion muss man sich im Klaren darüber sein, dass die mittlere Impedanz dieser Einheit bei ca. 2Ω liegt und ein Minimum von ca. 1Ω bei 1.8kHz aufweist. Da dieses Minimum von den steilflankigen passiven Filtern der tanara herrührt, ist nicht mit einer realen Last zu rechnen, Phasendrehungen der Impedanz von bis zu +/-25° sind gut möglich. Die treibende Endstufe sollte also für solche Unternehmungen ausgelegt sein. Der Baß-Pfad ist dagegen mit 3.2Ω am tiefsten Punkt relativ unkritisch.

Für die Mittel-Hochton-Sektion reicht eine Leistung von 80W an 4Ω völlig aus, beim Baß sollte mindestens die doppelte Leistung zur Verfügung stehen, besser etwas mehr (z.B. 240W an 4Ω).