Die behold tanara, eine ganz andere Welt.

Das Konzept dieses Lautsprechers weicht von ihren Vorgängern atacama und tatanka deutlich ab. Ziel dieses Ansatzes ist einen kostengünstigen Lautsprecher an die Seite des behold Gentle G192 zu stellen, denn bisher war kein verfügbarer Lautsprecher in der Lage die Möglichkeiten und Qualitäten dieses Gerätes voll zur Geltung zu bringen.

Es handelt sich um ein sogenanntes ‚teilaktives‘ System. Teilaktiv deshalb, weil die Fähigkeit der aktiven Frequenzweiche des Gentle G192 (DSP gestützt) genutzt wird. Sie trennt aktiv über die Bi-Amping-Endstufen den Bass- vom Mittel-/ Hochtonbereich. Die Anpassung zwischen Mittel- und Hochtonbereich erfolgt mit einer im Lautsprecher selbst vorhandenen 12-poligen Frequenzweiche, 6-Pole für den Tiefpaß zur Abtrennung des Mittelton- vom Hochton und die anderen 6-Pole für den Hochpaß zur Ankoppelung des Hochtöners. Eine derart hohe Polzahl ist äußerst ungewöhnlich. Die dadurch  zwangsläufig einhergehende Phasendrehung wird von Lautsprecherherstellern sehr gefürchtet, weil sie mit passiven Weichen nicht beherrschbar ist. Für den Gentle ist das kein Problem, die komplette Phasendrehung wird entsprechend berücksichtigt und korrigiert. Nun wird der Einwand kommen, dass die Phasendrehung mehr als 360° betragen kann. In der Tat, es sind ca. 1750° bis 12kHz, aber da „schmunzelt“ ein Gentle nur. Diese Korrekturmöglichkeiten sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der behold Elektronik.

Der bei der tatanka und atacama eingeführte Doppelbaß hat sich so gut bewährt, daß er auch hier Einzug hält. Es wurden zwei leistungsfähige 22cm Bass-Chassis verwendet. Der Baßauslaß ist allerdings mit 100mm genau so groß wie bei den anderen behold Lautsprechern. Damit der Baßauslaß im Erscheinungsbild der tanara mit der schlanken Mittel- Hochtoneinheit optisch harmoniert, ist der Trichter in Holz in der Frontplatte selbst eingelassen, mit einem kleineren Radius versteht sich. Die äußerst geringen Vibrationen, die dieser Doppelbaß erzeugt, erlauben es, alle Lautsprecherchassis in ein einziges Gehäuse zu bauen. Diese Sicht stimmt allerdings nur von außen betrachtet. Ein konstruktives Merkmal der tanara ist, dass die Mittel-Hochton-Sektion ein mechanisch völlig eigenständiges herausnehmbares Gehäuse hat, um auch hier für zusätzliche Entkoppelung zu sorgen.